Die Firmenchronik von Risse + Wilke:

Von der Drahtzieherei zum erfolgreichen Kaltbandhersteller

Der Beginn der Fertigung unter den Gründervätern Risse bzw. Wilke geht auf das Jahr 1907 zurück. In diesem Jahr wurde durch den Landwirt Eduard Risse im Stadtteil Elsey die Firma Hohenlimburger Facondraht-Fabrik Risse & Co. gegründet. Im Jahre 1919 haben dann Eduard Risse und der Kaufmann Wilhelm Wilke das ehemalige Camphausen-Gelände an der Oeger Straße gekauft und zu Beginn des Jahres 1920 dort die Firma Risse + Wilke ge­gründet. Nach und nach wurde die Drahtfertigung umgestellt auf die Walzfertigung von Kalt­band und Bandstahl. Im Jahre 1924 schied Eduard Risse aus dem Unternehmen aus, das ab dann von Wilhelm Wilke alleine weiter geführt wurde. Wilhelm Wilke sen. verstarb 1939.

Nach dem 2. Weltkrieg trat Wilhelm Wilke, der Sohn des Firmengründers, in die Firma ein und übernahm im Alter von 19 Jahren die Geschäftsführung. Unter seiner Leitung wurden insbesondere in der 60er Jahren am Standort Oeger Straße in Hohenlimburg die wesent­lichen Basisinvestitionen durchgeführt. Nach dem Tod von Wilhelm Wilke im Jahre 1972 wurde die Leitung der Firma in die Hände von Karl Halverscheid und Lore Wilke gelegt. In den 70er und 80er Jahren wurde in ein modernes Quarto-Reversiergerüst sowie im Wärme- und Nachwalzbereich in weitere Modernisierungs- und Erweiterungsmaßnahmen am Stand­ort Hohenlimburg investiert.

Die Erben der Gesellschaftsanteile und Söhne von Wilhelm und Lore Wilke, Jens Wilke und Dr. Kai Wilke, traten 1985 bzw. 1989 ins Unternehmen ein. In den 90er Jahren wurde durch eine Reihe investiver, organisatorischer und personeller Maßnahmen die Voraussetzung für eine gesicherte Weiterentwicklung des Unternehmens geschaffen.

Nach Übernahme der Mehrheitsbeteiligung am Iserlohner Kaltwalzwerk von Hoesch Hohen­limburg im Jahre 1998 wurden schrittweise die Aktivitäten der Hohenlimburger Risse + Wilke GmbH & Co. KG auf die in Iserlohn ansässige Risse + Wilke Kaltband GmbH & Co. KG übertragen. Endgültig wurde die Kaltbandfertigung im Hohenlimburger Werk zum Jahres­ende 2003 eingestellt und komplett auf das Iserlohner Werk übertragen. Anfang 2006 wur­den die restlichen Minderheitsanteile der Hoesch Hohenlimburg GmbH an der Risse + Wilke Kaltband GmbH & Co. KG von den Brüdern Dr. Kai Wilke und Jens Wilke übernommen.

Bildergalerie der Firmenchronik: